Silberbarren vs. Silbermünzen: Was lohnt sich mehr?
Silber ist für viele Anleger der erschwingliche Einstieg in die Welt der Edelmetalle. Doch wer Anlagesilber kaufen möchte, steht vor einer grundlegenden Entscheidung: Silberbarren oder Silbermünzen?
Silberbarren: Die effiziente Wahl
Silberbarren von Heraeus, Umicore oder Heimerle+Meule gibt es von 100 g bis zum 1-kg-Barren.
Vorteile
- Geringerer Aufpreis auf den Spotpreis
- Einfache Lagerung – platzsparend stapelbar
- LBMA-Qualität – Feinheit von 999,0/1000 oder höher
Nachteile
- Weniger flexibel beim Teilverkauf
- Kein Sammlerwert
- Volle 19 % MwSt.
Silbermünzen: Flexibel und steuerlich interessant
Anlagemünzen wie der Maple Leaf, American Eagle oder Wiener Philharmoniker sind weltweit standardisiert.
Vorteile
- Hohe Liquidität – weltweit handelbar
- Kleine Stückelungen (1 oz) für flexiblen Aufbau
- Differenzbesteuerung möglich
- Sammleraspekt bei limitierten Jahrgängen
Der entscheidende Faktor: Differenzbesteuerung
Silberbarren werden mit 19 % MwSt. auf den vollen Preis besteuert. Silbermünzen können über die Differenzbesteuerung angeboten werden – MwSt. nur auf die Handelsmarge.
In der Praxis bedeutet das: Differenzbesteuerte Silbermünzen sind für den Endkunden spürbar günstiger.
Fazit
Dank der Differenzbesteuerung sind Silbermünzen für die Mehrheit der Privatanleger die sinnvollere Wahl. Silberbarren lohnen sich bei sehr großen Anlagesummen.